EDV I: Definitionen
Anwendersoftware
Software, die kunden- oder anwenderspezifische Probleme löst;
typisch sind Tabellen-und Textverarbeitungsprogramme
ASCII-Code:
American Standard Code for Information
Der ASCII-Code ist eine genormmte Zuordnungsregel, die die Darstellung
von Zeichen in Form von binären Zahlen ermöglicht. Dabei ist
jedem Zeichen (von 256) eine eindeutige Nummer zugewiesen.
Ursprung: Übertragung von Daten durch Fernschreiber, dort wurde
allerdings ein 7-Bit Code verwendet (128 Zeichen).
Batch-Programm:
Stapeldatei, Textdatei, die aus einer Anzahl einzelner Befehle besteht,
die i.d.R. nacheinander vom Betriebssystem abgearbeitet werden.
Benutzeroberfläche:
Als Benutzeroberfläche werden jene Teile eines Hardware- oder
Softwaresystems bezeichnet, mit denen der Mensch beim Gebrauch in Kontakt
kommt. Moderne Benutzeroberflächen erleichtern durch graphische Symbole
(Icons) die Benutzung des Betriebssystems sowie der Programme.
Betriebssystem:
Das Betriebssystem ist ein Bündel von Dienst- Hilfs-und Organisationsprogrammen,
die insbesondere für die Verwaltung von Informationen zuständig
sind, sowie den Informationsaustausch innerhalb des Rechners und zwischen
Rechner und peripheren Geräten organisieren, also die Verwaltung der
Rechenanlage übernehmen.
Das Betriebssystem ist also die Schnittstelle von Anwendungsprogramm
und Gerät; dient der Steuerung und Verwaltung der internen Rechnerfunktionen;
erst das B. versetzt den Computer in die Lage zu arbeiten.
Betriebssystembefehl:
Anweisung aus dem Befehlsvorrat des Betriebssystems, z.B. "copy" zum
Kopieren von Dateien (MS-Dos), "ls" (zum Auflisten von Verzeichnisen) (Unix).
Binärcode:
Zahlensystem zur Basis 2. Die kleinste Einheit in der Informationsverarbeitung
ist das Bit, welches ein binären (0 oder 1, An oder Aus, Strom oder
nicht) repräsentiert. Komplexere Zahlen müssen aus diesen Bits
zusammengesetzt werden.
Binärsystem (auch Dualsystem):
Zahlensystem, das mit der Basis 2 arbeitet. Das Binärsystem ist
in der EDV von grundlegender Bedeutung, weil mit seiner Hilfe einfachste
elektronische Grundschaltungen zum Ausführen von Berechnungen verwendet
werden können.
Bit oder Binärzeichen (binary digit):
Kleinste Informationseinheit: Ein Bit ist jedes der Zeichen aus einem
Zeichenvorrat von zwei Zeichen:Flipflops, die meistgebrauchten Speicherelemente
für Chips können zwei Zustände speichern, also ein Bit.
Booten:
das selbstständige Laden des Betriebssystems und bestimmter durch
den Benutzer festgelegter Programme nach dem Einschalten des Computers
Byte:
Ein Byte ist eine Folge von acht Bits, die gemeinsam in einer elektronischen
Datenverarbeitungsanlage verarbeitet werde.
Ein Byte ist die kleinste adressierbare Speicherstelle. Die acht Bits
ermöglichen die Darstellung von 256 verschiedenen Zeichen (siehe ASCII-Code).
CD-ROM
compact disc - read only memory
optisches Speichermedium, kann im laufenden Betrieb nur gelesen werden,
die Kapazität beträgt ca. 650 MB. Ein Laserstrahl trägt
digitale Informatinen auf die Platte auf, die so entstehende Spur wird
beim Lesevorgang abgetastet. CD-ROMs sind ein gutes Medium für die
Speicherung von relativ stabilen und umfangreichen Datenbeständen,
die an unterschiedlichen Einsatzorten verfügbar sein müssen.
Code:
eine Verschlüsselungsvorschrift, nach der Informationen von einer
Darstellungsform in eine andere überführt werden können;
gibt z.B. an, wie die dem Menschen gemäße Schriftform in eine
vom Computer zu verarbeitende Binärform gebracht werden kann.
Codebuch:
Übersicht mit Codierungsregeln
Informationen der Erhebung (Ausgangsdaten) werden vom Computer in bestimmte,
einfach verstehbare Zahlenwerte transformiert; der Inhalt beschreibt diese
Zuordnungen, z.B.Name der Variablen, Wertebereich, missing values, Feldgröße,
Variablentyp.
Codierung:
Die Ausgangsdaten werden so transformiert, daß sie in einer EDV-Anlage
übergeben werden können. Codieren bedeutet, daß Transformationsregeln
vorgeggeben werden müssen.
Datei (file):
Sammlung inhaltlich zusammengehörender Informationen, die gemeinsam
auf einem Speicher abgelegt sind; Informationen können strukturiert
sein, wobei dann eine Aufteilung in Datensätze oder Datenfelder erfolgt
- (dies ist aber nur eine logische Teilung einer Datei, physikalisch
enthält eine Datei nur Hexdezimalzahlen).
Datenflußplan:
s. Programmablaufplan
Datenmatrix:
Die Datenmatrix dient dazu, die Ausgangsdaten gemäß der
Regelungen des Codebuches so zu transformieren, daß sie direkt in
den Rechner eingegeben werden können.
Beispiel:
1Bochum: 38112.3 959293515.1
2Bottrop 112 2.1 710152815.0
3Dortmund 56816.3 958198917.6
4Duisburg 51515.3 943299516.0
Die Datenmatrix kann (wie jede Matrix) von oben nach unten oder von
links nach rechts gelesen werden, bzw. spalten- oder zeilenweise.
3In jeder Zeile ist die Bezeichnung des Merkmalsträgers (Stadt),
in jeder Spalte die Werte für die Variablen eines Datensatzes (record,
case) enthalten.
Datensatz:
besteht aus einem Satz zusammengehöriger Daten eines Merkmalsträgers,
alle Datensätze einer Datei müssen die gleiche Struktur haben,
z.B Datenfelder Name, Straße, Ort sind Datensatz einer Adressdatei
Datenträger:
Datenträger sind zur materiellen Verkörperung oder dauerhaften
Aufnahmen von Daten geeignete physikalische Mittel. Sie unterscheiden sich
z.B. in den Punkten "Speicherkapazität", "Zugriffszeit", "Datentransferrate".
Beispiele für Datenträger sind: Disketten, Streamerbänder,
Magnetplatten, aber auch EC-Karten.
Dos:
(disc operating system): Betriebssysteme (PC/Mac), die Festplatten/Disketten
etc verwalten können
- besser: Teil eines Betriebssystems zur Unterstützung von E/A-Operationen
auf
- Diskettenstationen und Festplatten. Häufig als Synonym für
MS-DOS verwendet.
MS-DOS/PC-DOS:
altes PC-Betriebssystem aus
den 80er Jahren, entwickelt von IBM als 16-Bit-Betriebssystem für
den ersten PC (1981). Da Intel ihre PC-Familien mit einem Kompatibilitätsmodus
auslieferte, ergaben sich in der ersten Hälfte der 80er Jahre keine
Notwendigkeiten, MS-DOS im PC-Marktsegment durch ein leistungsfähigeres
Betriebssystem zu ersetzen. Erst Windows 98 verzichtet möglicherweise endgültig auf
eine DOS-Unterstützung.
Dualsystem:
s. binäres System
EBCDI-Code
Extenden Binary Coded Decimal Interchange
Codesystem zur Darstellung von Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
Der EBCDIC benutzt zur Informationsdarstellung eine feste Länge von
acht Bits, die in zwei sog. Tetraden zu je vier Bits unterteilt ist. Alphanumerische
Daten werden zeichenweise den vereinbarten Bitkombinationen zugeordnet,
d.h. für jedes alphanumerische Zeichen wird ein Byte vorgesehen.
Externer (periphärer) Speicher:
Speicher ist nicht Teil der Zentraleinheit; interner Speicher(CPU)
ist der Hauptspeicher, alle anderen Speicher sind extern, z.B. Festplatte,
Diskette
Hexadezimalsystem:
ein Zahlensystem zur Basis 16; Computerinterne Werte werden fast immer
in h. Schreibweise angegeben; ein Byte entspricht einer zweistelligen Hexazahl.
- wird deswegen verwendet, da Speicher zu Worten von 16 Bit zusammengefasst
wird
Kilobyte:
Ein Kilobyte ist die Maßeinheit für eine Speicherkapatität
von 1024 Byte.
Im EDV-Bereich hat es sich eingebürgert, Kapazitätswerte
durch Einheiten in Kilobyte auszudrücken.
Mikroprozessor:
Baustein, der alle notwendigen Steuerfunktionen durch geeignete Schaltungen
übernehmen kann. Hauptbestandteile:Steuerwerk mit Befehlsregister,
Decoder zur Decodierung und Ausführungsüberwachung von Maschinenbefehlen,
Rechenwerk (Arithmetisch-Logische Einheit), Speicherzugriffssteuerung (?).
missing value:
Bei statistischen Analysen kommt es immer wieder vor, daß für
bestimmte Merkmalsträger kein Merkmalswert vorliegt (Erfassungsproblem/Antwortverweigerung).
Durch die Definition und Benutzung des "missing value" wird der Computer
in die Lage versetzt zu erkennen, daß kein "echter" Wert vorliegt,
der bei folgenden Berechnungen natürlich nicht mitverwendet wird.
Beispielsweise könnte man bei einer erwarteten Spannbreite einer
Merkmalsausprägung von "100-150" den "missing value" mit 0 kodieren.
Problemanalyse:
Die Problemanalyse ist ein Schritt bei der Entwicklung eines selbstgeschriebenen
Programmes, bei dem das zu lösende Problem in Einzelprobleme zerlegt
wird. Die logische Abfolge der Einzelschritte (Einzelprobleme) muß
geklärt werden, nützlich ist hier die Erstellung eines Flußdiagramms
(Programmablaufplan).
Problemorientierte Programmiersprache (Problemsprache,
Benutzersprachen)
Problemsprachen (Benutzersprachen) dienen dazu, Datenverarbeitungsaufgaben
aus bestimmten Problembereichen zu lösen. Beispiel: Fortran, Cobol,
Algol. Problemsprachen sind die technische Weiterentwicklung von Maschinensprachen
(Assembler), bei denen Einzelanweisungen durch definierte Schlüsselwörter
ersetzt wurden.
Programm:
Folge von Befehlen an den Computer, die dieser selbständig ausführen
kann und die alle zur Lösung einer Datenverarbeitungsaufgabe nötigen
Anweisungen und Vereinbarungen enthält.
Programmablaufplan:
graphische Darstellung der Reihenfolge der Befehlsabläufe innerhalb
eines Programms
Programmiersprache:
Bezeichnung für Verständigungsmöglichkeit mit dem Computer
(Basic, Pascal, C), problemorientierte P. sind nicht direkt auf den Prozessor
zugeschnitten, dadurch einfachere Handhabung, müssen von Compilern
oder Interpreten in Maschinensprache übersetzt werden
RAM(-Speicher):
random access memory
Bezeichnung für Computerspeicher, der beliebig oft gelesen, beschrieben
und gelöscht werden kann. Arbeitsspeichers eines Computers; direkter
Zugriff auf jede Speicherzelle möglich
ROM:
read only memory
Bezeichnung für einen Festwert- oder Nurlesespeicher, dessen Daten
i.d.R. unveränderbar sind - es sei denn man brennt das ROM z.B. mit
einem EPROM-Brenner um - und nur ausgelesen werden können; der Speicherinhalt
bleibt auch nach Abschaltung erhalten
Software:
Gesamtheit der fertigen Programme zur Steuerung einer elektronischen
Datenverarbeitungsanlage, die zur Erledigung unterschiedlicher Aufgaben
eingesetzt werden.
Speicherfeldvariable:
Ein Feld im Speicher des Computers, in dem variable Werte während
der Programmbearbeitung unter einem vom User gewähltem Namen stehen.
Speicherkapazität:
Anzahl Bytes, die auf einem Speichermedium (Festplatte, EC-Karte) gesichert
werden können
Statistik-Software:
Programme zur Lösung von statistischen Problemen, z.B.Excel, SPSS
Tabellenkalkulationsprogramm:
s. Unterschiede Tabellenkalkulation-SPSS
Typenkennung (Extension)
Unterverzeichnis:
Ein in der Verzeichnisstruktur dem aktuellen Verzeichnis untergeordnetes
Verzeichnis. Trivialer: Verzeichnis, das einem anderen Verzeichnis untergeordnet
ist.
Verzeichnis:
Logische Zusammenfassung mehrerer Dateien. Mit Hilfe von Verzeichnissen
lassen sich Dateien hierarchisch anordnen.
Warning: include(/kunden/261483_50969/luebbert.net/include/copyright.inc.php) [function.include]: failed to open stream: No such file or directory in /kunden/261483_50969/luebbert.net/uni/statist/edv/edv1.php on line 356
Warning: include() [function.include]: Failed opening '/kunden/261483_50969/luebbert.net/include/copyright.inc.php' for inclusion (include_path='.:/usr/local/lib/php:/kunden/261483_50969/showroom/library') in /kunden/261483_50969/luebbert.net/uni/statist/edv/edv1.php on line 356