Jede
Regel (oder Funktion) X, die jedem Elementarereignis eines Ereignisraumes eine
reelle Zahl und gleichzeitig die zu den Elementarereignis gehörende
Wahrscheinlichkeit der reellen Zahl zuordnet, heißt Zufallsvariable. Eine
diskrete Zufallsvariable X liegt dann vor, wenn jedem möglichen
Ereignis eines endlichen Ereignisraumes eine Zahl xi aus der Menge
der Zahlen {x1, x2, x3...xk} zugeordnet wird.
Eine stetige Zufallsvariable X liegt dann vor, wenn jedem möglichen
Ereignis eines endlichen Ereignisraumes eine Zahl x aus einem Intervall I:
a<=x<=b zugeordnet wird.
Der
Erwartungswert drückt aus, welchen Wert die Zufallsvariable im
arithmetischen Durchschnitt realisieren wird. Für diskrete
Zufallsvariablen ist der Erwartungswert µ die Summe aus dem Produkt aller
Werte mit den ihnen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten:

Für eine stetige Variable berechnet sich der Erwartungswert nach der
Formel

Eine Zufallsvariable X hat endlich oder abzählbar unendlich viele Werte, d.h. der Wertebereich hat die Gestalt {x1, x2, x3...}. Diese Zufallsvariable und auch deren Verteilung heißen diskret. Die Wahrscheinlichkeitsfunktion P(X=xi)=P(xi) ordnet jeder reellen Zahl X die Wahrscheinlichkeit zu, mit der sie von X angenommen wird. Die Wahrscheinlichkeitsfunktion sagt also aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine bestimmte Ausprägung einer Zufallsvariablen bei einem Zufallsexperiment auftritt.
Kumuliert
man die Werte der Wahrscheinlichkeitsfunktion für die Werte xi,
so erhält man die Verteilungsfunktion:
F(t)=P(X<=xt)=
P(xi)
Die
bedingte Wahrscheinlichkeit P(B¦A) bezeichnet die Wahrscheinlichkeit
des Ereignisses B unter der Voraussetzung, daß das Ereignis A eingetreten
ist. Berechnet werden kann sie z.B. durch
.
Die bedingte Wahrscheinlichkeit gilt also für voneinander abhängige
Ereignisse. Die im Bayesschen Theorem erfaßte Beziehung erlaubt die
Umkehrung bedingter Wahrscheinlichkeiten. Sie stellt somit eine a-posteriori
Wahrscheinlichkeit dar(Transformation von a priori in a posteriori).
In der Kombinatorik wird untersucht, auf welche und auf wieviel verschiedene Arten eine gegebene Anzahl von Elementen angeordnete und zu Gruppen zusammengefaßt werden kan. Zählt die Reihenfolge innerhalb der einzelnen Anordnung, handelt es sich um Permutation, zählt sie nicht von Kombination.
Mit
dem Theorem von Bayes läßt sich die Wahrscheinlichkeit von
Ai unter der Bedingung E ausrechnen. Die Formel, die mit Hilfe des
allgemeinen Multiplikationssatzes und dem Satz der totalen Wahrscheinlichkeit
hergeleitet wird, lautet:
P(Ai
E) bezeichnet man als
a-posteriori-Warscheinlichkeit. Die a-priori Wahrscheinlichkeit
P(Ai) wird in die a-posteriori-Wahrscheinlichkeit transformiert.